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Aus der Gottesdienstordnung

Liebe Pfarrangehörige,

fünf Brote und zwei Fische für 5000 Menschen? Die Jünger möchten die Menge wegschicken, damit jeder selbst für Essen sorgt. Doch Jesus überrascht sie mit der Aufforderung: „Gebt ihr ihnen zu essen“. Wie unmöglich muss das auf die Jünger gewirkt haben, die nur den Mangel gesehen haben.

Wir kennen das Gefühl, dass unsere Möglichkeiten zu wenig sind, unsere eigene Kraft zu gering ist, die Zeit nicht ausreicht. Doch Gott frägt anscheinend nicht zuerst nach der Größe unserer „Vorräte“, sondern nach der Bereitschaft ihm einfach zu vertrauen.

Auch wir dürfen wie die Jünger das wenige, das wir haben ihn SEINE Hände legen. Gott beginnt mit dem, was wir haben, nicht mit dem, was uns fehlt. Sehen wir nicht das Wenige oder unsere Unzulänglichkeiten, sondern das, was uns geschenkt und durch Gottes Segen möglich ist.

Gerade in diesen Sommermonaten hilft uns auch die Natur Gottes Fürsorge und Wunder wieder zu entdecken und dankbar dafür zu sein.

Gesegnete Sommertage wünscht Ihnen

Ihre Gemeindereferentin Margot Schmidhammer

Die aktuelle Gottesdienstordnungfinden Sie hier

 

Impulstexte für die Sonntagsevangelien

Sonntag, 02. August

Sie brauchen nicht wegzugehen

Rein rechnerisch
hätte Jesus sie wegschicken müssen.
Alles andere wäre unverantwortlich.
Vom wundersamen Versagen der Statistik
berichtet dieses Evangelium.
Von der Überwindung der Statistik
durch die Kraft des Teilens.
Bei der Speisung der Fünftausend
erfahren Menschen mit allen Sinnen,
wer Gott für uns ist:
kein ängstlicher Buchhalter,
sondern ein erstaunlicher Gastgeber.
Alle sind eingeladen,
niemand braucht wegzugehen!

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mt 14,13-21)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 08/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer;

www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

Sonntag, 09. August

Wie eine Mutter zu ihrem verletzlichen Kind

Säbelrasselnd
geht es wieder zu
in der Welt.
In manchen Ländern ist es tödlich,
sich gegen die Staatsmacht zu stellen.

Elija kämpft für seinen Gott,
der über den Baalen,
aber auch über der Staatsmacht steht.
Das bringt ihm Verfolgung ein,
die Feindschaft des Herrscherpaars.

Das Leben des Propheten ist in höchster Gefahr.
Er möchte einfach schlafen, nie mehr aufstehen,
und schafft es bis zum Gottesberg Horeb.
Vorerst ist er dort geborgen
und klagt seinem Gott sein Leid.

Elijas Gott zeigt sich:
nicht donnernd, nicht im Sturm, nicht im Beben –
anders, unerwartet, unverhofft.
Gott zeigt sich sanft wie eine Mutter
ihrem verletzlichen Kind.

Gott zeigt sich mit zarter Zuneigung,
nicht mit herrscherlicher Herablassung.
Dieser Gott donnert nicht los.
Er spricht so liebevoll leise,
dass es der Sterbensmüde hört.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu 1 Kön 19,9ab.11b-13a)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 08/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer;

www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

Sonntag, 16. August

Sich öffnen

Kyrie eleison: Herr erbarme dich!
Wie viele Menschen haben mit diesem Ruf
gehofft, gefleht, gebetet.
Mit diesem Ruf beginnt unsere Messfeier:
Kyrie eleison!

Eine Nicht-Israelitin wendet sich
in tiefer Angst um ihre Tochter
an den Israeliten Jesus.
Sie schreit es heraus:
„Herr, erbarme dich!“

Jesus reagiert zunächst nicht,
und seine Umgebung will nur eines –
dem Schauspiel ein Ende setzen,
zur Not durch Entgegenkommen:
„Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her!“

Doch die Frau kämpft für ihre Tochter!
Gegen Jesu abwehrende Antwort
bringt sie alle Kraft ihrer Hoffnung ins Wort.
Und Jesus denkt um, denkt neu, Jesus lernt:
„Frau, dein Glaube ist groß.“

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mt 15,21-28)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 08/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer;

www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

Das Kirchenjahr

Vortrag - Telekirche

Hier können Sie Hr. Pfarrer Dr. Clemens Hergenröder in der Telekirche folgen, wo er zweimal im Jahr einen Vortrag für uns hält.